Walking Newspaper Project

a forum for: actions, interventions and small departures

 

The concept and goal of the walking newspaper project† is to create a public art piece. The theme will be "walking" - and the process of working on ideas during walking. The intension of all walks is to “read” the space, to discover the aesthetic elements on the walk, to open ones eyes to the “real” works of art on the landscape, to the special sites, the changes that take place and to work† on spontaneous actions. All work should intervene cautiously. Works are intentionally small, transitory or sometime almost invisible. But they operated in relation to the surroundings and culture. All pieces will be documented by a self made newspaper presents a living oppostion to the outdated historical practical practice in public space of “plop” art where sculptures are placed within the public and nature that have not real relationship to the context, space or even structures of everday life an its people. Walking and drifting in the nature is the central theme of the project, or like Bruce Chatwin recommended “ The best thing is to walk”. Daily walks within the landscape always bring something unusual to light. They direct our views on details and often on the unprepossessing. The walks also focuse on „derive“ (drifting) in which the Situationist Guy Debord was interested in. “In a derive one or more persons during a certain period drop their usual motives for movement and action, their relations, their work and leisure activities, and let themselves be drawn by the attractions of the terrain and the encounters they find there". Through the process of drifting the compulsory everyday, the standarization of thought and action will be left behind. Here, Henry David Thoreau seems most radical: „We should go forth on the shortest walk, perchance, in the spirit of undying adventure, never to return;..If you are ready to leave father and mother, and brother and sister, and wife and child and friends, and never see them again; if you have paid your debts, and made your will, and settled all your affairs, and are a free man; than you are ready for a walk”. (german version below)

Das Zeitungsprojekt ist ein Forum für Aktionen und Interventionen.
Es steht für die Stadt/ Region und ihre Wege, ihre Kultur, ihre Kunst und ihre kleine Fluchten, und taucht als neues Medium, als Zeitung auf.
Das Konzept und Ziel ist es - in Zusammenarbeit mit Kuenstlern/Studenten - das Zeitungsprojekt vor Ort zu produzieren und in den Stadtraum bzw. in die Region zu integrieren.An den Projekten sind jeweils bis zu 15 Künstler/Studenten beteiligt. In der Zusammenarbeit wird sich eine eigene Sprache bilden, ein Kommunikationssystem, die linguistische und kulturelle Schranken überschreitet.
Das zentrale Thema des Projektes ist das Gehen, das „Herumschweifen" in der Stadt bzw. Umgebung- oder wie uns Bruce Chatwin empfohlen hat: "Am besten wandert man".
Tägliche Wanderungen bringen immer außergewöhnliches zum Vorschein. Sie lenken den Blick auf Details, auf oft Unscheinbares.
"Die Geschichte des Gehens scheint eine ungeschriebene, geheime Geschichte zu sein, dessen Fragmente in Tausenden unauffälligen Passagen in Büchern, als auch in Liedern, Strassen und in fast jedermanns Abenteuer gefunden werden. (Rebecca Solnit)
Die Intension all der Wanderungen ist es die Stadt zu lesen, ästhetische Elemente des täglichen Lebens darin zu entdecken, die Augen für "wirkliche Kunstwerke" auf der Strasse und für spezielle Orte zu öffnen.
Alle Arbeiten, als auch spontane Aktionen intervenieren behutsam. Sie werden bewusst klein, vergänglich oder manchmal fast unsichtbar sein. Aber sie stehen in Beziehung zur Umgebung und der Nachbarschaft.
Durch die Zeitung wird eine lebendige Haltung dem historisch überlebten, künstlerischen Umgang mit dem öffentlichen Raum entgegengestellt, in der z.B. in Kunst am Bau Projekten Skulpturen in die Stadt gesetzt werden, die in keinem Bezug zur Architektur, zum Raum oder gar zu Strukturen des Alltagslebens und zu den beteiligten Menschen stehen.

Während der Wanderungen geht es auch um das "Herumschweifen" wie es den Situationisten Guy Debord interessierte. "Mit Hilfe alter Karten, Luftbildaufnahmen und Umherschweifexperimente kann man die bisher fehlende Kartographie der Einflüsse aufzeichnen, deren Unzuverlässigkeit heute nicht größer ist als die der ersten Seekarten, nur mit dem Unterschied, dass es nicht mehr darum geht, beständige Kontinente genau abzugrenzen, sondern die Architektur und den Urbanismus zu verändern."
Durch das "Herumschweifen" werden die zwanghaften Dinge des Alltags, die Normierung des Denkens und Handels hinter sich gelassen. Am konsequentesten erscheint hier Henry David Thoreau: "Vielleicht sollten wir noch den kürzesten Spaziergang im Geist eines unendlichen Abenteuers angehen, als wollten wir nie zurückkehren.... Wer bereit ist, Mutter und Vater, Bruder und Schwester, Weib, Kind und Freunde zu verlassen und nie wiederzusehen, wer alle Schulden bezahlt, ein Testament aufgesetzt sowie alle Angelegenheiten geregelt hat, wer also ein freier Mann ist, der ist gerüstet für einen Spaziergang."

 

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