

Archäologie des Verschwindens.
Während des Aufenthaltes in den “Lichtenberg Studios” realisierte Hans Hs Winkler vom 20 – 30. Juni 2011 die Interventionsreihe: “Archäologie des Verschwindens”.“Die Archäologie des Verschwindens” beschäftigt sich mit den städtischen Realitaten, Kunstwerken der Strasse, der Wahrnehmung alltäglicher Symbole und letztendlich mit temporären Interventionen, die mit dem “Einmischen und Verschwinden” einhergehen.
Vor allem mit dem Verschwinden wird Platz für erzählerische Ansätze und Geschichten geschaffen, die als neue Freiräume Imaginationen einfordern.
So ist es vielleicht gerade die (kreative) Leerstelle, die in Anbetracht der Überproduktion und der inflationären Tendenzen von Präsentationsformen im öffentlichen Raum zu einer konsequenten Haltung und das Verschwinden zur Kunstform wird.
In diesem Sinne: Licht für Lichtenberg.PS: In der letzten der vier durchgeführten Aktionen wurde innerhalb von 2 Tagen von einem mehrfach von Graffitis bemalten Stein eine Farbschicht nach der anderen abgetragen, um das ursprüngliche Zeichen wieder freizulegen.
Lichtenberger Wanderungen
von Hans Hs Winkler
Der Zugang zum öffentlichen Raum ist das Gehen, das „Herumschweifen" in der Stadt. Tägliche Wanderungen bringen immer Außergewöhnliches zum Vorschein. Sie lenken den Blick auf Details, auf oft Unscheinbares. Oder, um mit Rebecca Solnit zu sprechen: "Die Geschichte des Gehens scheint eine ungeschriebene, geheime Geschichte zu sein, dessen Fragmente in Tausenden unauffälligen Passagen in Büchern, als auch in Liedern, Strassen und in fast jedermanns Abenteuer gefunden werden.“
Die Intension all der Arbeits/Interventions - Wanderungen ist es, die Stadt zu lesen, Elemente des täglichen Lebens darin zu entdecken, die Augen für ästhetische Erfahrungen auf der Strasse zu öffnen und spezielle Orte zu erschließen. Dies beinhaltet den spontanen Eingriff, die Veränderungen von Situationen. Alle Arbeiten - und das gilt auch für Aktionen - intervenieren behutsam. Aber sie schaffen Effekte: Sie stehen in Beziehung zur Umgebung und machen diese bewusst.Aktionen
Im Stadtraum unterwegs wird der ungehinderte Zugang für Aktionen im öffentlichen Raum durch die offizielle Arbeitsuniform gewährleistet.
u.A. sind folgende Arbeiten realisiert worden:
Als zufälliger Beobachter/Zeuge eines Fahrradunfalles setzte Hs Winkler das Geschehen, vor Ort, in eine Installation um und integrierte die Arbeit in den Stadtraum. (Fotos)
Die Kurzlebigkeit und Vergänglichkeit von Graffities veranlassten ihn zur Aktion: Archäologie des Verschwindens.
(innerhalb weniger Tage wurden Graffities mehrmals übersprüht)
Von einem am Strassenrand liegenden, mehrfach übermalten Stein, trug er Farbschicht für Farbschicht ab und dokumentierte die einzelnen Schichten zeichnerisch und fotografisch.So ist es vielleicht gerade das Verschwinden, das in Anbetracht der Überproduktion und der inflationären Tendenzen von Präsentationsformen im öffentlichen Raum zu einer konsequenten Haltung und zur Kunstform wird.
In diesem Sinne: Licht für Lichtenberg.info: http://lichtenberg-studios.de/